Arbeit in Brasilien
In den Kinderdörfern bieten wir die Gewähr für ein familiäres Zusammenleben für die Kinder aus Risikosituationen in ihren Ursprungsfamilien. Zunächst gibt es die zwei Kinderdörfer Amparo und Centenário im Munizip (Verwaltungsdistrikt) Nova Friburgo, das Kinderdorf Banquete im Munizip Bom Jardim und das Kinderdorf São Pedro in São Pedro da Aldeia. Ehemalige Straßenkinder, Waisen und Kinder aus zerrütteten Familien finden hier ein neues Zuhause.
Mit den sich ändernden Verhältnissen in Brasilien ergab
sich eine Öffnung der Kinderdorfarbeit. War es vor ca. 40 Jahren das hauptsächliche Ziel, den unpersönlichen Waisenhäusern entgegenzuwirken und für elternlose Kinder oder Straßenkinder ein neues Zuhause zu schaffen, so geht es heute stärker um die präventive (vorbeugende) Arbeit direkt in den Elendsvierteln von Rio sowie in den Städten der Bergregion, in Nova Friburgo oder Petropolis. Dort können wir mit der Unterstützung von Eigeninitiativen, in Kindertagesstätten und Gemeinschaftszentren mit wenig Geld viel erreichen.
Mit den Kindertagesstätten (Creches) wird verhindert, dass Kinder allein zu Hause bleiben oder auf der Straße verwahrlosen. Die Eltern, oft die alleinerziehende Mütter, können einer Berufstätigkeit nachgehen, um das Familieneinkommen zu sichern. Die von Sozialassistentinnen durchgeführte Familienbegleitung ergänzen die Arbeit mit den Mädchen und Jungen.
In den Gemeinschaftszentren werden Projekte in den
Bereichen Sport, Informatik, Förderunterricht, Musik, Kultur, Kunst, Tanz etc. mit Kindern und Jugendlichen der Elendsviertel durchgeführt. Die Kinder und Jugendlichen verbringen die Zeit nach der Schule nicht auf der Strasse und geraten so nicht in Gefahr, in die Hände der Drogenmafia zu gelangen.
Alle Arbeiten in Brasilien werden koordiniert vom brasilianischen Partnerverein "Aldeia da Criança Alegre" (Dorf des fröhlichen Kindes). Auch die Öffentlichkeitsarbeit und das Fundraising sind Arbeitsschwerpunkte in Brasilien, denn unsere Partner vor Ort möchten langfristig selbst die Fortführung der Vereinsarbeit in die Hände nehmen.






